Glasfolierung für Unternehmen · Deutschland · Österreich · Schweiz ☎ 07153 897000info@sj-design.de
Ratgeber · Sonnenschutz

Hitze im Büro: Was die ASR A3.5 fordert und was wirklich hilft

Heiße Sommer machen Büros mit großen Glasflächen schnell zur Sauna. Leistung und Konzentration sinken, Beschwerden nehmen zu. Hier lesen Sie, was Arbeitgeber tun müssen und welche Maßnahmen sich schnell umsetzen lassen.

Die wichtigsten Temperaturgrenzen der ASR A3.5

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“ gibt Arbeitgebern einen klaren Rahmen:

Lufttemperatur im RaumWas gilt?
bis 26 °CDie Lufttemperatur in Arbeitsräumen soll 26 °C nicht überschreiten. Führt Sonneneinstrahlung durch Fenster, Oberlichter oder Glaswände zu höheren Temperaturen, müssen diese mit geeignetem Sonnenschutz ausgestattet sein.
über 26 °CWird die Grenze trotz Sonnenschutz überschritten, sollen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, etwa Lüften in den Morgenstunden, Gleitzeit, Lockerung der Kleiderordnung, Getränke.
über 30 °CDer Arbeitgeber muss wirksame Maßnahmen auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung ergreifen.
über 35 °COhne besondere technische oder organisatorische Maßnahmen ist der Raum für die Dauer der Überschreitung nicht als Arbeitsraum geeignet.

Außerdem soll störende direkte Sonneneinstrahlung auf den Arbeitsplatz vermieden werden. Das ist ein wichtiger Punkt für Bildschirmarbeitsplätze.

Warum Glasflächen die Hauptursache sind

Sonnenstrahlung gelangt durch das Glas in den Raum, trifft auf Böden, Möbel und Wände und wird dort in Wärme umgewandelt. Diese Wärme kann nicht mehr ungehindert durch das Glas nach außen. Der Raum heizt sich auf. Große Süd- und Westfassaden, Dachverglasungen und Eckbüros sind besonders betroffen.

Maßnahmen im Vergleich

MaßnahmeVorteileNachteile
Außenjalousien / MarkisenSehr wirksamHohe Kosten, oft Genehmigung nötig, windanfällig, lange Vorlaufzeit
Innenjalousien / RollosGünstig, BlendschutzHitze ist bereits im Raum, geringer Hitzeschutz
KlimaanlageKühlt aktivHohe Investition und laufende Energiekosten, bekämpft nur die Folgen
SonnenschutzfolieStoppt einen großen Teil der Sonnenenergie am Glas, schnell montiert, wartungsfrei, kein Eingriff in die FassadeJe nach Folie optische Veränderung; Eignung der Verglasung muss geprüft werden

In der Praxis ist Sonnenschutzfolie häufig die wirtschaftlichste Maßnahme, allein oder in Kombination mit innenliegendem Blendschutz. Sie senkt zugleich die Last für eine vorhandene Klimaanlage.

Was Arbeitgeber konkret tun sollten

Die ASR A3.5 ist kein Papiertiger: Wer Beschwerden über Hitze ignoriert, riskiert Ausfälle, Konflikte im Team und im Ernstfall Ärger mit der Aufsicht. Mit einem strukturierten Vorgehen haben Sie das Thema im Griff:

  1. Temperaturen messen: An heißen Tagen in den betroffenen Räumen die Lufttemperatur dokumentieren, und zwar morgens, mittags und nachmittags, am besten an mehreren Arbeitsplätzen.
  2. Ursachen erkennen: Welche Räume sind betroffen? Meist sind es Süd- und Westseiten, Eckbüros, Dachgeschosse und Räume mit großen Glasflächen oder Oberlichtern.
  3. Gefährdungsbeurteilung ergänzen: Hitze gehört in die Gefährdungsbeurteilung. Dort legen Sie fest, welche Maßnahmen wann greifen.
  4. Technische Maßnahmen zuerst: Im Arbeitsschutz gilt der Grundsatz „technisch vor organisatorisch vor personenbezogen“. Sonnenschutz an den Glasflächen setzt direkt an der Ursache an. Organisatorische Maßnahmen wie Gleitzeit oder Getränke ergänzen ihn, ersetzen ihn aber nicht.
  5. Wirkung prüfen: Nach der Umsetzung erneut messen und die Rückmeldungen der Beschäftigten einholen.

Sofortmaßnahmen für heiße Tage

Bis der Sonnenschutz montiert ist, helfen einfache Schritte, die Belastung zu senken:

  • Morgens intensiv lüften und tagsüber Fenster auf der Sonnenseite geschlossen halten
  • Wärmequellen reduzieren: Geräte im Stand-by ausschalten, Beleuchtung bei ausreichendem Tageslicht dimmen
  • Arbeitsplätze nach Möglichkeit von der Fensterfront weg verlegen
  • Gleitzeit nutzen, damit Arbeit in die kühleren Morgenstunden verlegt werden kann
  • Getränke bereitstellen und die Kleiderordnung lockern

Das sind jedoch Notlösungen. Nachhaltig kühler wird es erst, wenn weniger Sonnenenergie in den Raum gelangt.

Worauf Sie bei Sonnenschutzfolie achten sollten

  • Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert): Je niedriger, desto weniger Hitze gelangt in den Raum.
  • Lichttransmission: Wie viel Tageslicht bleibt? Wichtig für Arbeitsplätze.
  • Verglasung prüfen: Bei Isolierglas muss die Folie freigegeben sein, um thermische Spannungen zu vermeiden. Deshalb machen wir vor jeder Sonnenschutzfolierung einen Glas-Check vor Ort.
  • Optik und Wunsch: Wie dunkel darf es werden, soll die Folie spiegeln oder neutral wirken? Das entscheiden wir gemeinsam anhand von Mustern direkt an Ihrer Scheibe.
  • Innen oder außen: Je nach Glas und Ziel ist eine Innen- oder Außenfolie sinnvoll.
  • Fachmontage: Blasenfreie, randgenaue Verarbeitung entscheidet über Optik und Haltbarkeit.

So gehen wir bei SJ-Design vor

Jede Sonnenschutzfolierung beginnt bei uns mit einem kostenlosen Glas-Check vor Ort. Wir prüfen Glasart, Beschichtung, Scheibengrößen, Ausrichtung und Nutzung der Räume. Dann besprechen wir mit Ihnen, was Ihnen wichtig ist: maximaler Hitzeschutz, möglichst viel Tageslicht, keine Spiegelung nach außen oder vor allem Blendschutz. Dabei halten wir Muster direkt an Ihre Scheiben. Gemeinsam entscheiden wir, welche Folie auf welche Fassadenseite kommt.

Die Montage erfolgt auf Wunsch abends oder am Wochenende, damit der Bürobetrieb weiterläuft. Welche Folientypen es gibt, erfahren Sie im Ratgeber Sonnenschutzfolie: Arten im Überblick; wie Sie Großraumbüros gezielt entlasten, lesen Sie unter Sonnenschutz im Großraumbüro. Oder Sie fragen uns einfach direkt.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung oder Gefährdungsbeurteilung. Maßgeblich ist die jeweils aktuelle Fassung der ASR A3.5.

Häufige Fragen

Ab welcher Temperatur ist es im Büro zu heiß?

Nach ASR A3.5 soll die Lufttemperatur in Arbeitsräumen 26 °C nicht überschreiten. Darüber sollen, ab 30 °C müssen Maßnahmen ergriffen werden; über 35 °C ist ein Raum ohne besondere Maßnahmen nicht als Arbeitsraum geeignet.

Muss der Arbeitgeber Sonnenschutz anbringen?

Wenn Sonneneinstrahlung durch Fenster, Oberlichter oder Glaswände zu Raumtemperaturen über 26 °C führt, müssen diese nach ASR A3.5 mit geeignetem Sonnenschutz ausgestattet sein.

Hilft Sonnenschutzfolie auch gegen Blendung am Bildschirm?

Ja. Getönte und reflektierende Folien reduzieren die Blendung deutlich. Bei sehr tief stehender Sonne empfehlen wir die Kombination mit einem innenliegenden Blendschutz.

Fragen zu Ihrem Projekt?

Rufen Sie uns an, schreiben Sie eine E-Mail oder nutzen Sie unser Formular. Ob konkretes Angebot oder erst einmal Beratung.

Anfrage in 2 Minuten starten 07153 897000 Lieber erst informieren? Unverbindlich beraten lassen Montag bis Freitag erreichbar · schnelle Rückmeldung · Fotos sind kein Muss